Die Kraft des Wassers unterstützt die Menschheit seit ihren technischen Anfängen – sei es beim Mahlen von Korn, beim Verformen von Metall oder beim Erzeugen von elektrischem Strom. Mit der Einführung computergestützter Steuerungs- und Regeltechnik hat das flüssige Naturelement sogar das Schneiden gelernt, und das präziser und schonender denn je.
Diese Präzision hat sich jetzt die Karl Linhardt GmbH im mittelfränkischen Dietenhofen in der Nähe von Ansbach zu Nutze gemacht. Das vor 85 Jahren von Karl Linhardt gegründete Unternehmen besitzt jahrzehntelange Erfahrung in der
Entwicklung und Produktion von Stanzformen und beschäftigt heute 60 Mitarbeiter. Mit der Einführung der Stanzrilltechnik vor 10 Jahren hat Linhardt – getreu seinem Leitmotiv 'Vorsprung durch Innovation' – noch heute gültige Normen gesetzt.
Wasserdruck bis zu 6.000 bar
Mit der Wasserstrahl-Schneidtechnik hat der Spezialist seinen Maßstab an Perfektion noch weiter nach oben geschraubt. So lässt sich neben einer hochexakten Schnittgenauigkeit auch mit minimalen Schnittbreiten und entsprechend hoher Materialnutzung arbeiten. Der bis zu 0,4 Millimeter dicke Wasserstrahl ist dünner als eine Stecknadel und erreicht einen Druck von bis zu 6.000 bar, seine Austrittsgeschwindigkeit am Schneidkopf beträgt bis zu 1.000 m/sec. Im Gegensatz zu den spanabhebenden Verfahren Fräsen und Erodieren entstehen bei diesem Trennverfahren weder Grate noch nennenswerte thermische Belastungen, so dass die Endprodukte sich nicht verformen und auch spannungsfrei bleiben.
Neben der hohen Präzision besticht die Materialvielfalt, die sich mit dem Kaltschneideverfahren bearbeiten lässt – von Gummi und Schaumstoffen bis hin zu Edelstahl und Panzerglas ist prinzipiell alles möglich. Dem entsprechend breit gefächert sind auch die Anwendungsfelder. So erreichen im Maschinen- und Anlagebau beispielsweise Getriebeplatten, Werkzeuge oder Dichtungen bislang nicht gekannte Kantenqualitäten. Leuchttafeln und –schriften für Werbetransparente oder Werkzeuge zur Fahrradreparatur zählen ebenfalls zum Produktionsspektrum für die Wasserstrahltechnik.
Branchenübergreifende Auftragsfertigung
Und so liegt es nahe, dass die Linhardt GmbH ihre Neuinvestition aus dem Hause Bystronic nicht ausschließlich zur Produktion ihrer hauseigenen Konstruktionen einsetzt, sondern auch eine auftragsbezogene Fertigung für die erwähnten Produkte und Branchen anbietet.
"Der Umsatzanteil der auf der Wasserstrahlschneidanlage bearbeiteten Produkte liegt zwischenzeitlich bei rund 35 Prozent – Tendenz weiter steigend",zieht Geschäftsführer Nikolaus Linhardt eine erfreuliche Zwischenbilanz. Denn neben den genannten Branchen greifen auch Unternehmen der Elektroindustrie und der Medizintechnik, der Verpackungs- und Papierindustrie oder auch der Luft- und Raumfahrttechnik, um nur einige weitere zu nennen, gerne auf das Know-how des mittelfränkischen Präzisionsmittelherstellers zurück. Werkstücke von Formaten bis zu 2.000 x 3.000 Millimeter mit einer Materialstärke bis zu 100 Millimeter lassen sich auf der Maschine bearbeiten, und das nicht nur präzise, sondern auch vergleichsweise kostengünstig.
Weil keine zusätzlichen Kosten für Produktionswerkzeuge anfallen, sind auch kleine Losgrößen oder Einzelstücke kein Problem.
Herausgeber: Karl Linhardt GmbH, Industriestraße 2, D-90599 Dietenhofen; www.linhardt-gmbh.com
Presse-Ansprechpartner: Peter Ade, Tel. +49 (0)911/ 950 5118; E-mail: info@ade-pr.de
www.waterjet.bystronic.com